Du bist die Zukunft
Kapitel 3
Illusion versus Wahrheit
Story start:
Ich habe mit 19 meine Wirklichkeit das erste mal bewusst massiv geändert. Warum? Der Schmerz war so hoch, immer noch daheim zu sein, sodass ich lieber in ein Internat gegangen bin, fern von Freunden der Komfortzone oder meinem geliebten Zimmer. Das zweite mal habe ich dies dann mit 20 jahren getan und bin 500 km weit von der Heimat von einer 12 Mann Siedlung in eine Millionenmetropole (München) gezogen. Das dritte Mal habe ich dies mit 25 Jahren getan. Mein Antrieb waren natürlich meine Werte, die erfüllt werden mussten, aber auch etwas tiefes in mir, was mir immer sagte: “nein hier wirst du nicht glücklich, deine nächste Aufgabe wartet auf dich Danilo… und los…. Also ging ich von einem Angestelltenverhältnis in München in eine Selbstständigkeit ohne Sicherheit oder doppelten Boden - wieder in eine fremde Stadt (Leipzig).
Das lustige war im Übrigen, als ich in München angekommen war, war ich der Ostdeutsche, der Dialekt war für die Leute in München grausam. Als ich in Leipzig nach knapp 6 Jahren angekommen war, war ich auf einmal der Westdeutsche, mein Dialekt hatte zwar das Bayrisch nicht angenommen - aber für ein besseres Hochdeutsch gesorgt. Nun bin ich 39 und verbringe mindestens 40 % meiner Zeit nicht mehr Zuhause und bin oft unterwegs. Ins Ausland zu ziehen, wo ich quasi eh viel Zeit verbringe, ist auch denkbar (vielleicht passiert das auch im Laufe der Zeit während ich dieses Buch schreibe…), da ich mich gerade zu den sozialistischen Saaten aufgrund meines Wunsches nach Gemeinschaft hingezogen fühle. In jedem dieser Fälle, die ich genannt habe, hatte ich 2 Gründe. 1: Ich wusste, dass ich das nicht mehr wollte. Es fühlte sich nicht leicht an und 2. Ich hatte etwas, was mich begeisterte als Ziel. Ich übersetze es nochmal anders. 1. Ich wusste wo ich war und da wollte ich nicht sein und 2. ich wusste wo ich hinwollte (ungefähr) und stellte das Navi dementsprechend immer neu ein . Und nochmal anders erklärt: Ich kroch und wollte möglichst häufig “fliegen”. Was dazu führte dass ich im wahrsten Sinne des wortes wirklich mich ins Flugzeug setze und los Flug. Dies war im Ergebnis wie ich heute weiß nur der Wunsch nach Freiheit und im speziellen bei mir eine Art Flucht. Auch habe ich früher Orte gesucht an denen ich allein sein konnte. Dies tue ich heute nicht mehr. Wenn ich heute woanders hingehe, dann achte ich darauf das ein Freund mitkommt oder ich in eine Gemeinschaft gehe wie in eine Workspace oder ähnliches. Aber dazu später mehr.
Egal wie und wann und wo das Prinzip von Vorstellung oder Illusion stattfindet, es ist und bleibt immer das selbe. Wie Albert Einstein es schon formulierte, nützt es dir überhaupt nichts zu wissen wo ein Punkt ist (logisch), wenn Du dir nicht illusionärer Weise vorstellen kannst wie Du ihn erreichst.
Story Ende
Deine Wahrheit
Was ist, wenn dir klar wird, dass alles was dir bisher wichtig erschien, nun in Wahrheit aber nicht deine Wahrheit war oder ist. Was, wenn du feststellst, dass deine jetzige Wahrheit, die ist, die du angenommen hast, von anderen, von der Gesellschaft, von der Familie nur um um dazuzugehören, und um dich mal wieder nicht allein zu fühlen. Was ist wenn Du nur ein Rolle gespielt hast in die Du gesellschaftlich gedrückt wurdest, um mal wieder nicht "allein" zu sein. Aber wer hat denn gesagt, dass Du jemals allein sein wirst. ich weiß das hört sich alles ziemlich verrückt oder hart an aber bitte nimm dir immer nur das raus, was sich für dich stimmig und leicht anfühlt. Dieses Buch soll dich anregen Fragen zu stellen, nicht ändern oder eventuell deine Person in Frage stellen. Denn so wie Du bist, bist Du absolut in Ordnung. So weiter im Text…
Hier mal eine andere Erklärung: Das Gehirn bzw. die Psyche kann nicht zwischen innen und außen unterscheiden, dies wurde schon bewiesen und beweisen ja täglich Bilder von Drogenabhängigen, die irgendwo am Straßenrand nachts ihren zweiten Frühling erleben aber dennoch “alleine” dort stehen. Jede Art von Alleinsein ist nur eine Angst und das Gefühl von Angst kann nur existieren, wenn wir bewusst oder unbewusst in der Vergangenheit sind oder diese bewusst oder unbewusst auf eine noch nicht da gewesene Zukunft projektieren. Dies läuft aber meistens unbewusst ab, aber Du kannst es dir immer bewusst machen in dem Du dich einfach Fragst: “Wo bin ich gerade in der Vergangenheit oder in der Zukunft?”
Nun unsere Vorstellungen kommen immer von einem Gedanken und Gedanken kommen auch von einem antrainierten Reiz aus Gewohnheit, z.B. mit dem Partner sprechen etc. Natürlich benötigen wir alle Reize, die unsere Emotionen anregen, unsere Nervenbahnen in Schwung halten und uns kommunizieren lassen. Aber ein “Allein” ist ausgeschlossen, denn wir waren es schon immer und werden es rein gedanklich immer sein. Dennoch sind wir mit allem verbunden, was unsere Wahrnehmung uns ermöglicht. Manchmal spüren wir einfach auch die Gedanken des anderen, was uns wiederum am besten gelingt wenn wir in “unserem Element” sind, was ich als Energie bezeichne, was auch immer das bedeutet für dich.
Wahrscheinlich widerstrebt es dir, dich mit dir selbst zu befassen und du willst lieber mal wieder die Wahrheit der anderen akzeptieren, um dazuzugehören und dich unterzuordnen bzw. es ja vermeiden mit dir allein zu sein. Was wäre, wenn du einfach das machen könntest, was sich für DICH eben richtig und leicht anfühlt, ohne an Konsequenzen zu denken. Ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Stell dir eine Welt vor, in der alles so ist, wie du es dir ausmalst. Alles so, wie du es für richtig empfindest – wie leicht es sich anfühlt. Kannst du dir das vorstellen? Nein? Dann zerstöre und ändere deine Vorstellung, an der du bisher festgehalten hast, alles was dich begrenzt und eingeschlossen hat. Denn du bist viel viel mehr.
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